Das 5-Sterne-Hotel in Cascais punktet mit klarem Design und unglaublich viel Platz. Dank geschickter Bauweise zeigen alle Gästezimmer zum Wasser.

Vom Helikopter aus muss es wohl so aussehen, als hätte ein Riese den Buchstaben Y auf eine große Wiese geworfen. Doch wer im Internet Seiten mit Luftbildern der Hügellandschaft rund um den Lissaboner Vorort Cascais ansteuert, ist überrascht: Nur eine große Sandgrube ist an dieser Stelle zu sehen. „Die Bilder sind längst überholt“, sagt Pureza Champalimaud und führt den Gast durch das Gebäude. Ende 2010 wurde The Oitavos eröff net – nach sieben Jahren Planungs- und Bauzeit. Seit 90 Jahren gehört das Areal der Familie Champalimaud. Ein Großteil der Angehörigen ist hier beschäftigt, kümmert sich um Immobilien und den Golfplatz. Oder eben um das Hotel, so wie Pureza.

Badeplatz am Fenster
Viel Platz – das fällt als erstes auf. „Wir hätten auf der gleichen Grundfläche wohl mindestens doppelt so viele Zimmer untergebracht“, sagt die junge Unternehmerin. Aber das sei keinesfalls beabsichtigt gewesen. Im Gegenteil. Selbst die einfachste Zimmerkategorie hat satte 60 m² Wohnfl äche, ergänzt um einen 16 m² großen Balkon. Und an dieser Stelle wird die Architektur des Gebäudes perfekt ausgespielt. Weil es wie ein Y auf dem Land liegt, mit dem Fuß des Buchstabens in Richtung Meer, blickt jedes der 142 Zimmer zum Wasser. Und gleichzeitig auf den Golfplatz in den Dünen davor. Überhaupt die Zimmer: Bei der Ausstattung wurde nichts dem Zufall überlassen. Hightech-WCs und verglaste Dusche, Schminktisch und große Couch, die Badewanne steht direkt am Fenster. Mit großen Spiegeln hinter dem Riesenbett wird der Eindruck des großen Raums zusätzlich verstärkt. Statt dicker Teppiche und Läufer ist der Boden durchgängig aus Kunststoff , was nur anfangs recht kühl wirkt. Andererseits lässt sich die große Hitze im Sommer so vermutlich gut aushalten. Das Erdgeschoss des 5-Sterne-Hotels gehört neben Tagungsräumen den kulinarischen Genüssen. Ypsilon heißt passenderweise das Restaurant samt Bar. Links und rechts des langen Ganges in Richtung Wasser (immer entlang des Buchstaben-Fußes also) reihen sich bequeme Sitzecken und schicke Tische. Nachts sorgen überdimensionale Lampen für Gemütlichkeit zwischen Spiegeln, viel Glas, Fotos und Bildern. Fast wie in einem Museum für moderne Kunst.

Afrika-Feeling im Spa
Muss ein Spa eigentlich immer kuschelig klein und in dunklen Tönen gehalten sein? Nein, sagt Pureza Champalimaud. „Wir wollten uns mit unserem Konzept davon bewusst absetzen.“ Zehn geräumige Behandlungskabinen gibt es für die drei Th erapeuten, die in der Saison Verstärkung bekommen. Die Außenfront der meisten Räume ist verglast, Licht erfüllt den kompletten Raum – was besonders abends sehr romantisch wirkt. Wer hinausschaut, vielleicht während einer traditionellen schwedischen Massage oder einer Golfer-Behandlung für verspannte Muskeln, der fühlt sich nach Afrika versetzt. Das liegt am Sand, den Bäumen und Sträuchern. Nicht nur für Bräute gibt es Antistress- Angebote. Das Atlantic- Escape-Paket lockt mit Massagen und Gesichtsbehandlung. Das Spa, zu dem ein Innen- und Außenpool mit Meereswasser, Fitnessraum mit Kursangebot sowie Jacuzzi, Hamam und Sauna (ebenfalls mit großem Fenster) gehören, setzt dabei auf Produkte der irischen Spa-Marke Voya. Die naturkosmetischen Produkte enthalten Extrakte handgeernteter Algen aus dem Atlantik und kommen bei Gesichtsbehandlungen, Massagen oder Bodywraps zum Einsatz. Wer länger im Oitavos bleibt, sollte auch die französische Anti-Aging-Marke Gernetic ausprobieren, die bei mehrfacher Anwendung optimale Resultate auf der Haut verspricht. (Text: Jens Korch)

 

The Oitavos
Rua de Oitavos, Quinta da Marinha
2750-374 Cascais,
Portugal
Tel. +351 214 860021
spa@theoitavos.com,
www.theoitavos.com

Öffnungszeiten: Di-So, 11-20 Uhr, Balneotherapy samt Pools und Sauna täglich 6-24 Uhr