Nach einem aktiven, erlebnisreichen Tag an der frischen Luft fühle ich mich abends müde, aber erfüllt – und sinke in die Kissen. Wie gut das tut! Schon nach wenigen Minuten bin ich eingeschlafen. Mein Körper erholt und regeneriert sich über Nacht. Ausgeschlafen und voller Energie hüpfe ich am nächsten Morgen aus dem Bett. Geht es Ihnen auch so? Schön wär’s! Von dieser Idealvorstellung können viele nur träumen. Acht von zehn Deutschen haben Probleme, erst ein- und dann durchzuschlummern. Aber auch schwere Schlafstörungen nehmen zu. Mittlerweile leidet jeder Zehnte unter Insomnie – Schlaflosigkeit also. Mit gravierenden Folgen: Wer sich nachts nicht erholt, ist tagsüber müde und erschöpft. Besonders Großstädter schlafen schlecht, hat der DAK-Gesundheitsreport 2017 herausgefunden. Mittlerweile lebt die halbe Weltbevölkerung in Städten – Tendenz steigend. Doch Städte bedeuten für viele eben auch Stress, Lärm, Enge, Licht- und Luftverschmutzung, Hektik. Alles Faktoren, die das Schlafverhalten negativ beeinflussen können.

Erholsamste Auszeit

Was den Deutschen hilft, besser zu schlafen, das hat beauty24.de, ein Online-Portal für Wellnessreisen, erfragt. Am häufigsten genannt wurden hochwertige Matratzen und eine ruhige Schlafumgebung. Dass Wellness ein gutes Schlafmittel ist, haben offensichtlich schon viele erkannt: Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten nimmt mehrmals im Jahr eine kurze Auszeit und fährt ins Wellness-Wochenende. Schlaf ist die erholsamste Auszeit. Daher haben sich zahlreiche Hotels intensiv damit beschäftigt, wie sie die Nachtruhe ihrer Gäste verbessern können (Beispiele finden Sie in der aktuellen Ausgabe von SPA inside). Denn wer schlecht schläft, fühlt sich nicht nur morgens müde und antriebslos, es kann auch zu gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck oder Diabetes führen. Auch auf der Haut macht sich Schlafmangel bemerkbar. Schon ein paar durchwachte Nächte führen zu einem fahlen Teint und feinen Fältchen. Schlaf ist ein weitaus aktiveres Stadium, als viele denken. Körper und Geist befinden sich dabei in einem biologischen Regenerations- und Reparaturmodus, der so im Wachzustand nicht vorkommt. Das Gehirn produziert mehr schützende Gehirnzellen und speichert Erinnerungen für verbesserte Problemlösung und gesteigerte Kreativität.

Nachtarbeiter

Die Haut folgt ähnlichen Regenerationsprozessen: In der Nacht wird schlafförderndes Melatonin produziert, das für seine antioxidative Wirkung bekannt ist. Zudem vermindert sich der Spiegel des Stresshormons Cortisol, wodurch sich die Haut vor äußeren Schäden schützt und davon erholt. Während wir schlafen, wird auch die Kollagenproduktion angekurbelt, was feine Fältchen mildert und vermehrt Wachstumshormone freisetzt. Die wiederum die Muskelmasse erhöhen und die Haut stärken. Diese Erkenntnisse nutzten beispielsweise die Forscher von Dermalogica für die Entwicklung einer Pflege, deren Wirkstoffe die Haut über Nacht tranformieren sollen. Sie optimieren deren Regeneration und wirken beruhigend durch bewegungsaktivierte ätherische Öle.